5 SEO Trends, die uns 2016 erwarten

Auch auf dieses Jahr kann seitens Suchmaschinenoptimierung wieder mit Spannung geblickt werden. Wer seine Konkurrenz da nicht im Auge hat oder die neuesten Trends verpasst, hat ein Problem. Denn Google hat wie jedes Jahr wieder große Veränderungen geplant.

Hier eine Prognose welche Themen in den nächsten Monaten verstärkt auf uns zukommen werden.

1. Mobile überholt Desktop

Im vergangenen Jahr ist es schon häufig prognostiziert worden und dieses Jahr macht Google ernst. 2016 wird es so wichtig wie nie sein, einen optimierten mobilen Auftritt seiner Seite zu haben. Google hat Mitte letzten Jahres schon bekannt gegeben, dass es in 10 Ländern schon mehr Anfragen über mobile als stationäre Geräte gab. Darunter liegen beispielsweise die USA und Japan. 2013 waren es noch ca. 20%. Da es jetzt bereits jeder zweite ist, bleibt spannend wie sich die Zahlen 2016 weiter entwickeln. Jedoch konnte diese Studie offiziell nicht bestätigt werden, die Daten stammen aus Googles geheimen internen Aufzeichnungen.

Viele Anbieter haben ihren Internet-Auftritt noch nicht auf eine mobile Version umgeschaltet. Das sollte jedoch jeder überdenken. Content-Anbieter greifen bei der mobilen Optimierung meist auf ein Responsive Design zurück. Online-Shops nutzen hingegen eine umfangreichere Variante – Web-Apps.

Mobile als Rankingfaktor wird 2016 deutlich stärker gewichtet werden als bisher. Dem Smartphone-Nutzer sollte daher wesentlich mehr Beachtung geschenkt werden.

2. Vertical Search

Die Suchanfragen in vertikalen Suchen steigt stark an. Besonders Youtube und Amazon muss man dabei beachten, denn Youtube ist nach Google die größte Suchmaschine. Hier spielt nicht mehr nur das Entertainment eine Rolle. Viele User nutzen Youtube auch als reine Informationsbeschaffung. Google hat diese Nutzer bereits klassifiziert und nennt sie „How-to-Video-Nutzer“.  Ein schnelles googlen wird vermehrt durch eine Video-Recherche ersetzt.

Auf dem Youtube-Kanal sollte neben einem optimierten SEO-Auftritt auch die Anzahl der Views eine Rolle spielen. Durch eine Verlinkung im Video auf die eigene Website kann der Traffic und die Conversion deutlich erhöht werden. Dafür können eigene Youtube-Kampagnen entwickelt werden.

Die Amazon-Suche ist eine weitere vertikale Suche, die immer mehr an Aufmerksamkeit gewinnt. Eine Produktsuche erfolgt mittlerweile häufiger auf Amazon als auf Google selber. Viele Händler und Anbieter begrenzen ihre Optimierungen nur auf Google. Natürlich, Google bietet eine beachtliche Reichweite, doch sollte man nicht den Trend der Amazon-Suche verpassen. Viele Kunden steigen direkt bei Amazon ein, um ein bestimmtes Produkt zu suchen. Der SEO-Blog Moz hat eine Anleitung verfasst, wie eine Optimierung bei Amazon aussehen kann.

Für Verkäufer werden auch schon hilfreiche Tools angeboten, bei denen die Performance auf Amazon kontrolliert und optimiert werden kann. AMZ Tracker und der deutsche Amazon Tracker Uberseller sind hier die bekanntesten Tools. Beide werten die wichtigsten Faktoren (Conversionrate, CTR etc.) bezogen auf den Amazon Auftritt aus.

3. Spracherkennung

Spracherkennung ist ein Trend, der durch die große mobile Nutzung ausgelöst wurde. Derzeit gibt es drei große Spracherkennungssysteme, die genauer verfolgt werden sollten: Apple Siri, Google Now und Windows Cortana.

Spracherkennung wird vermehrt in Multitasking Situationen genutzt. Eine Studie hat gezeigt, dass Teenager in den USA die Sprachsuche zu 59% während des Fernsehens anwenden. Erwachsene hingegen nur zu 36% (seonick.net).

Durch den Gebrauch von Spracherkennung als Suchanfrage wird sich vor allem die Suchgewohnheit ändern. Dies wiederum wird dem Trend des Longtail-Keywords entgegen kommen, da der Suchende eher lange Suchanfragen über die Spracherkennung stellt als klassische Keywords zu gebrauchen.

Die Spracherkennung ist allerdings nicht mehr nur ein Thema für den mobilen Gebrauch. Microsofts Sprachassistent Cortana ist bereits verfügbar mit Windows 10. Apple plant jetzt auch nachzuziehen und möchte mit seinem Betriebssystem OS X 10.12 Siri auf dem Desktop anbieten.

Tipp: Longtail-Keywords müssen in die SEO-Optimierung mit aufgenommen werden. Das eigene Angebot sollte leicht über die Spracherkennung gefunden werden.

4. Veränderte Suchergebnisse

Die Suchergebnisseiten von Google verändern sich häufig. Das hat bereits jetzt starke Auswirkungen auf viele Branchen, vor allem Wetterportale merken die Veränderung stark. So werden dem Wetter-Suchenden bereits auf der Suchergebnisseite von Google das Wetter angezeigt und ein Klick auf ein weiteres Ergebnis erscheint uninteressant.

Suchergebnisseite_Wetter

Google will diese Funktion 2016 auf weitere Branchen ausweiten. Bereits für komplexe Fragen aus dem Alltag versucht Google zukünftig mehrwertige Antworten liefern zu können und diese im oberen Bereich der Suchergebnisseite anzuzeigen. Damit zeigt Google einmal mehr, dass der Nutzer im Vordergrund steht – und nicht die Website.

5. Local SEO

Jeder bestellt nur noch über das Internet und der regionale Handel bleibt auf der Strecke? Als lokales Geschäft muss man sich in den Suchergebnissen platzieren um genau das zu verhindern. Lokales SEO war schon immer im Gespräch, doch die Wichtigkeit wird deutlich zunehmen. Google unterstützt die lokalen Geschäfte mit regionalen Suchergebnissen.

Als Grundstein zur Optimierung bietet Google mit dem kostenlosen Branchenverzeichnis eine perfekte Chance für jedes kleine und mittelständische Unternehmen. Die Infos, die dort eingetragen werden, erscheinen nicht nur in den lokalen Suchergebnissen, sondern auch in Google Maps.

Local SEO

Ebenso wichtig für Local SEO ist der regionale Bezug, den ein Händler herstellen muss. Nachrichten und wichtige Themen aus der Region sollten auf der eigenen Seite vorhanden sein und kontinuierlich gepflegt werden. Dies können aber auch Social Media Aktivitäten sein. Zu einem guten Local SEO gehört heutzutage auch ein guter Social Media Auftritt mit seinem Unternehmen. Dadurch steigen nicht nur die regionalen Signale für Google, sondern auch der Traffic auf der eigenen Seite.

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