International SEO – Was müssen Online-Shops beachten

Für jeden Online-Shop warten auch auf ausländischen Märkten verfügbare Plattformen und lukrative Geschäfte, die erschlossen werden können. Es ist ein Einfaches für Unternehmen mit ausländischen Kunden in Kontakt zu kommen und mit ihnen zu interagieren.

Wer sich dazu entschließt mit seinem Onlineshop nicht nur in Deutschland oder nicht nur in deutscher Sprache aktiv zu sein, sollte bei der Internationalisierung seines Shops einige wichtige Faktoren beachten.

Den eigenen Online-Auftritt in neue Länder und Sprachen zu expandieren stellt eine Herausforderung dar. Daher sollte eine genaue Planung über Zeit und Ressourcen nicht zu kurz kommen. Schnell mal die Produktbeschreibung selber übersetzen ist dabei der falsche Weg. Um mit den ausländischen Online-Shops konkurrieren zu können, bedarf es mehr als nur die simple Übersetzung der Inhalte.

Hier sind einige wichtige Tipps für die erfolgreiche Internationalisierung eines Onlineshops:

Lokale Suchmaschinen

Denkt man an Suchmaschinen, dann denkt man direkt an Google. Ja, Google ist klarer Weltmarktführer, doch nicht in jedem Land hat Google eine alleinige Marktstellung.

LunaPark hat Anfang Januar die Zahlen weltweit rausgebracht. Beispiel dafür sind Baidu in China. Baidu hat in hier einen Marktanteil von 56%. Google kommt im chinesischen Markt nur auf 0,37%, da durch die starke Zensur Google Dienste vom Markt verdrängt werden. In Russland ist Yandex die meist verbreitete Suchmaschine. Yandex hat einen Marktanteil von 60,5% und Google 29,7%. Ist man mit seinem Shop in diesen Ländern aktiv, so sollten diese Suchmaschinen nicht außer Acht gelassen werden.

Die Wahl der Domain

Hat man sich für ein Land und eine Sprache entschieden, so ist der Aufbau seiner Seite die wichtigste Entscheidung in Hinblick auf seine SEO Strategie. Ein Shop hat zwei Möglichkeiten, sich für eine geeignete Domain für seinen internationalen Auftritt zu entscheiden.

Zum einen können individuelle Country Codes gewählt werden wie: domainname.de oder domainname.fr.

Country Codes bieten den größten Mehrwert für einen Onlineshop. Für Suchmaschinen und User wirkt diese Form am authentischsten, da sie die stärksten Signale für ein Herkunftsland spielen. Ein Nachteil besteht darin, dass diese Form einen hohen Zeitaufwand mit sich trägt und technisches Know-How erforderlich ist wie auch Personal.

Zum anderen bietet sich ein genereller Country Code an. Hier unterscheiden sich die Länder durch Subdomains: domainname.com/de oder domainname.com/fr.

Vorteil für den generellen Country Code ist, dass der volle Wert der durch die Hauptdomain bereits entstanden ist, durch den Country Code nicht verloren geht und diesen sogar ergänzt. Der größte Nachteil ist, dass die Pflege durch das Content Management System schwierig werden kann, wenn beispielsweise verschiedene site frameworks genutzt werden.

Welche Variante die Beste für seinen Shop ist, hängt von diversen Faktoren ab und muss je nach vorhandenen Ressourcen gewählt werden.

Internationale Keywordrecherche

Ziel der Recherche ist, das Bedürfnis der Durchklicksrate auf der Website zu erhöhen. Die Keywordrecherche verhilft, die Kultur und die Sprache besser zu verstehen und optimal auf sein Content anzuwenden. Eine Recherche sollte für jeden Markt durchgeführt werden.

Daher sollte man bei seinem internationalen Auftritt auf die reine Übersetzung von seinen Keywords absehen. Oft haben Länder eigene Bezeichnungen, die bei einer Übersetzung nicht beachtet werden.

Google bietet mit seinem Keyword Planner ein Tool an, mit dem man einfach und kostenlos eine Keywordrecherche durchführen kann.

Länderspezifische Besonderheiten beachten

Bei einem bestehenden Content, der in die gewünschte Sprache übersetzt wird, sollte man länderspezifische Standards beachten, die von der Ausgangssprache abweichen können.

Darunter zählen zum Beispiel Kleidergrößen (38, 10) oder Einheiten (Meter, Meilen), die Kunden bei falscher Nutzung zusätzlich verwirren können.

Ebenso rechtliche Voraussetzungen müssen gegeben sein. So weichen gesetzliche Vorschriften wie Rückgabe, Jugendschutz etc. oft ab.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Zahlungsoptionen. So muss vorab geklärt sein, welche Optionen dem Kunden überhaupt angeboten werden können und welche als Standard überwiegend genutzt werden.

Weitere kulturelle Eigenheiten sind zu beachtende Feiertage oder eingesetzte Gestik und Mimik.

Fazit

Die Geschwindigkeit in der wir uns in der digitalen Welt bewegen ist enorm und steigt weiterhin an.

Seinen Onlineshop auf andere Märkte und Länder auszuweiten wird Zeit in Anspruch nehmen und Ergebnisse werden nicht direkt über Nacht zu sehen sein. Zum Ende hin kann die Internationalisierung des Onlineshops jedoch einen großen Mehrweit für den Shop bieten, in dem eine wachsende online Präsenz erreicht wird. Jedoch sollten die oben genannten SEO Tipps dabei beachtet werden, damit der Online Auftritt so erfolgreich wie möglich wird.

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