Die 7 größten SEO-Fehler – und wie du sie leicht verhinderst! (Teil I)

Wir wissen mittlerweile alle: „Content is King“! Aber kann Content auch bei einem schlechten Grundgerüst super ranken? Was passiert mit gutem Content, wenn mein Gerüst wackelt und die Wände schlecht aufgebaut wurden? Ist die Gefahr, dass alles zusammenbricht nicht trotzdem groß?

Wir haben für euch die 7 größten SEO Fehler zusammengestellt, die deine ganze Seite zum Einsturz bringen könnten. 

1. Langsame Ladezeiten

Die Ladezeit ist die Zeit, die vom Klick auf einen Link bis zum vollständigen Laden der Zielseite gebraucht wird. Aber wann ist eine Webseite schnell und wann langsam? User empfinden eine Ladezeit von 1,5 bis 3 Sekunden als schnell. Analyse-Tools stufen daher eine Ladezeit von über 3 Sekunden als langsam ein. Vor allem für User, die eine Seite mobil aufrufen, ist die Ladegeschwindigkeit entscheidet darüber, ob sie die Seite direkt wieder verlassen, weil sie viel zu lange lädt.

Schön und gut, aber woher weiß ich wie schnell oder langsam meine Seite ist? Und wenn ich weiß, dass meine Seite langsam lädt, woran liegt das?

Google hat dafür ein wunderbares kostenloses Tool entwickelt, das Seitenbetreibern hilft herauszufinden, woran es liegt, dass eine Seite zu lange lädt. Denn Google möchte natürlich auch, dass viele Seiten schnell laden, damit die Nutzer zufrieden sind.

Wir haben einmal unseren eigenen Blog durch das Tool gejagt. Das Ergebnis ist in diesem Fall leider nicht ganz zufriedenstellend:

PageSpeed

Unsere größte Fehlerquelle im Blog sind zu große Bilder. Wir haben eine riesige Größe an Bilddateien auf diesem Blog liegen, das bedeutet wir sollten also anfangen, unsere Bilder zu verkleinern. Das kann z.B. ganz einfach über das Tinypng-Tool gemacht werden. Über dieses Tool können png. und jpg. Dateien kostenlos verkleinert werden.

Eine schnelle Ladezeit freut nicht nur den Leser einer Webseite, sondern es wirkt sich auch positiv auf das Google Ranking aus.

Für uns heißt das jetzt: Ran an die Verkleinerung!

2. Keine mobile Optimierung

Google hat für Mai 2016 ein neues Update angekündigt, welches das Ranking für mobile Seiten deutlich beeinflussen soll. Wir haben bereits in einem früheren Artikel darüber berichtet.

Die mobile Optimierung ist ein Thema, das an Wichtigkeit gewinnen wird und an dem Seitenbetreiber nicht drum herum kommen werden. Viele CMS-Systeme bieten bereits mobil-optimierte Templates an, die oft kostenlos genutzt werden können. Bist du kein Fan von standardisierten Templates, dann solltest du dich für eine Alternative entscheiden. Hast du überhaupt keinen mobilen Traffic, dann ist eine mobile Optimierung nicht zwingend ein Thema, das sofort umgesetzt werden sollte.

Auch hier gibt es von Google ein kostenloses Tool. Einfach die URL eingeben und schon analysiert das Tool, welche Seiten mobil-optimiert sind und welche nicht.

Wir haben uns bei der Erstellung unseres Blogs für ein Template entschieden, das eine mobile Nutzung für unsere Leser möglich macht. Daher fällt unsere Analyse in dem Tool auch sehr positiv aus:

Mobile Optimierung

3. Duplicate Content

Duplicate Content beschreibt einen Inhalt, der auf mehreren URLs gefunden wird.

Ihr habt den Verdacht jemand kopiert eure Texte? Oder euer eigener Text ist nicht komplett neu? Dann sollten hier die Alarmsignale losgehen!

Denn Google straft Duplicate Content im Ranking deutlich ab, da die Suchmaschine bei doppeltem Content von einem Betrugsversuch ausgeht. Google ist beim Crawlen daran gehindert den bestmöglichen Inhalt zu finden, da Google nicht weiß woher der eigentlich Content stammt.

Es wird zwischen internem und externem Duplicate Content entschieden. Interner entsteht schon dann, wenn einige Abschnitte eures Textes unter mehreren URLs zu finden sind. Das kann unbewusst passieren, wenn ihr zum Beispiel gleiche Angaben im Footer habt. Oft findet man internen Duplicate Content bei Online-Shops. Wenn eine Produktdetailseite über eine Kategorie gefunden werden kann, es aber auch eine direkte Verlinkung auf die Produktseite gibt. So ist der Pfad in der URL unterschiedlich, doch der Content bleibt gleich. Die URLs könnten z.B. so aussehen:

  • www.beispiel.de/bekleidung/schuhe-nike
  • www.beispiel.de/schuhe-nike

Externer Duplicate Content ensteht, wenn Seitenbetreiber vergessen Weiterleitungen einzubauen, wenn sie Content von Seite A auf Seite B geschoben haben. Oder auch wenn vergessen wird, dass http://www.beispiel.de und https://www.beispiel.de auf den gleichen Content verweisen.

Das Tool Siteliner analysiert mit einem Klick die gesamte Webseite und stellt neben Duplicate Content noch weitere interessante Ergebnisse zur Verfügung. Hier wird z.B. auch die Ladegeschwindigkeit ermittelt. Alle Ergebnisse werden in Zusammenhang mit dem Durchschnitt anderer Websites gebildet. Wird Duplicate Content gefunden, so kann man mit einem Klick auf die Auswertung direkt die Stellen sehen, die auf anderen URLs gefunden wurden.

Eine Analyse unserer Website zeigt, dass wir ausschließlich internen Duplicate Content erzeugen:

Duplicate Content

Die rot markierten Bereiche zeigen unseren Duplicate Content auf.

Was können wir jetzt dagegen machen?

Es gibt ein paar technische Möglichkeiten, der Suchmaschine deutlich zu machen, wo die Hauptquelle meines Contents ist:

Die bekannteste Möglichkeit ist der Canonical-Tag. Google hat hierzu eine Support-Seite eingerichtet. Mit dem Canonical-Tag kann bei gleichem Inhalt auf mehreren Inhalten verdeutlicht werden, welche Seite die Standardressource ist.

Eine weitere Möglichkeit sind die 301-Weiterleitungen. Versucht der User eine Seite aufzurufen, so wird er durch eine 301-Weiterleitung auf die neue Seite weitergeleitet, ohne dass er es zwingend bemerkt. Diese Weiterleitungen werden besonders bei einem Relaunch eingesetzt oder wenn eine neue URL-Struktur eingeführt wird.

Für uns heißt das jetzt: Damit wir mit unserem WasMitMedien Look Back keine Ranking-Verluste einbüßen, werden wir jetzt Canonical-Tags einbauen.

To be continued…

Nächste Woche weitere 4 SEO-Fehler in Teil II. Wieso Keywords, URL´s, Strukturen und 404-Fehler die Performance deiner Seite beeinflussen können.

3 Kommentare zu “Die 7 größten SEO-Fehler – und wie du sie leicht verhinderst! (Teil I)

    1. Hallo Michael,
      schau dir mal den Artikel von Sistrix an. Google hat die Ladegeschwindigkeit 2010 zum Rankingfaktor gemacht https://www.sistrix.de/news/google-macht-die-ladegeschwindigkeit-zum-rankingfaktor/
      Lädt eine Seite lange, dann schließen viele Besucher die Seite wieder. Alle wollen so schnell wie möglich an die gewünschten Infos kommen. Das ist dann ein schlechtes Signal für Google.
      Wie die genaue Gewichtung des Ranking-Faktors ist, bleibt natürlich geheim – seitens Google :)

  1. Leider nicht ganz richtig – aber auch nicht völlig falsch; ein Beispiel:

    Speed, i.e the loading time of your site is the most important metric. This is what counts for user experience and for SEO. When the Google bot crawls your site, it can see your “Grade”, not your Speed.

    So just like school grades are not an indicator of intelligence, Google’s PageSpeed grade is not actually an indicator of speed.

    No site gets a perfect grade, in fact it’s pretty much impossible to achieve, and since it doesn’t correlate to speed, why bother?

    If you try an attain a perfect grade, by implementing all the suggestions Google PageSpeed makes, you will lose your sanity pretty quickly.

    You cannot take too literally all of the suggestions from Google PageSpeed because sometimes they are unrealistic or impossible.
    For example, it may tell you to minify or add expiry headers to a file that is not hosted on your website. This is impossible. In the below example, only Facebook and Google themselves can add browser caching to these files.

    -> pindom tools
    -> gtmetrics

    helfen wirklich – aber auch die sind nur Indikatoren, basteln hilft ab einem gewissen Punkt kaum mehr weiter,

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